Mainz-Bingen: Piratenpartei kritisiert iPad-Beschaffung durch Kreistag

Mainz-Bingen. Die Piratenpartei kritisiert den Beschluss des Kreistags zur Beschaffung von iPads für die Arbeit der Ratsmitglieder. Die PIRATEN stören sich daran, dass Steuergelder für geschlossene, proprietäre Software ausgegeben werden, statt in freie Open Source-Lösungen zu investieren. Der Kreistag müsse schnellstmöglich eine Strategie zur Umstellung erarbeiten, so die PIRATEN.

Dazu erklärt Roland Hartung, Kreisvorsitzender der PIRATEN: „Die Umstellung der Kreisverwaltung auf papierlose Arbeit begrüßen wir sehr. Für uns ist es jedoch unverständlich, wieso der Kreistag gerade die Anschaffung von iPads beschließt und nicht andere Alternativen wie die Beschaffung von Tablets oder Notebooks mit dem freien Betriebssystem Linux geprüft hat. Die Abhängigkeit von Monopolisten proprietärer Software wird somit weiter gestärkt, statt diese durch eine schrittweise Umstellung bei allen Geräten nach und nach aufzuheben“. Auch unter Datenschutzaspekten bereite die Abhängigkeit von Anbietern intransparenter Systeme Sorgen.

Die PIRATEN fordern die vollständige Umstellung der Software in der Verwaltung auf freie Software, deren Quelltext auch zur Verfügung steht. So ließe sich die Abhängigkeit von Software-Monopolisten lindern und schon mittelfristig enorme Einsparungen vornehmen.

„Das Beispiel LiMux in München zeigt, dass eine komplette Stadtverwaltung auf freie Software umstellen kann, wenn der politische Wille nur da ist“ erklärt Hartung weiter. Es dürften auch in der Kreisverwaltung nicht weitere Abhängigkeiten geschaffen werden. „Der Kreistag muss schnellstmöglich eine Open Source Strategie entwickeln“ fordert Hartung.

Die Kritik der PIRATEN schließt auch das Abstimmverhalten der PIRATEN-Fraktion im Kreistag mit ein.

Print Friendly

Kommentiere diesen Beitrag: (Anti-Spam Massnahme: Dein erster Beitrag erscheint erst nach Freischaltung)