Sebastian Degenhardt ist Direktkandidat der PIRATEN im innerstädtischen Wahlkreis Mainz I

LTW16: Sebastian Degenhardt ist Direktkandidat der PIRATEN im Wahlkreis Mainz I

Im innerstädtischen Wahlkreis Mainz I tritt Sebastian Degenhardt als Direktkandidat für die Piratenpartei zur Landtagswahl an. Sebastian ist 34 Jahre alt, Vater einer Tochter und arbeitet als freiberufliche Nachhilfslehrkraft. Zudem studiert er Chemie an der Johannes Gutenberg-Universität.

Seine politischen Schwerpunkte sind die Bildungspolitik, die Förderung direkter Demokratie sowie der Einsatz für eine strikte Trennung von Staat und Kirchen. In den ersten beiden Bereichen möchte er die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen, um mehr Teilhabe und Chancengleichheit zu erreichen.

Das Internet bietet die Chance, Wissen und Bildungsinhalte barriere- und kostenarm zur Verfügung zu stellen und sich gegenseitig auszutauschen. Lehrmaterialien können dezentral erarbeitet, verbessert und verbreitet werden, womit eine Unabhängigkeit von kommerziellen Anbietern erreicht wird. Gerade für klamme Eltern-Geldbeutel wären kostenfreie oder zumindest kostengünstige Lernmaterialien zum Schuljahresbeginn eine deutliche finanzielle Entlastung. Derzeitige Bestrebungen, zu denen man sich unter dem Stichwort „open educational resources“ (OER) informieren kann, sollen gefördert und in den staatlichen Schulbetrieb integriert werden. Durch eine verbesserte technische Ausstattung der Lernenden sollen verstärkt Lehrmaterialien wie Lernvideos oder -spiele eingesetzt werden, die die Lernenden auch in ihre Freizeitgestaltung einbeziehen können. Statt zu versuchen, Kinder vom Computer fernzuhalten, soll der natürliche Spiel- und Entdeckertrieb sowie die Faszination, die die neuen Medien bereithalten, genutzt werden, um sie für’s Lernen zu begeistern (Gamification).

Im Rahmen der politischen Mitbestimmungen sollen ebenfalls verstärkt Onlineplattformen eingesetzt werden, um die Menschen in Rheinland-Pfalz über aktuelle politische Themen zu informieren und ihnen die Beteiligung an Debatten zu ermöglichen. Verknüpft mit dem bestehenden Mittel der Volksabstimmung, deren erfolgreiche Einleitung und Durchführung vereinfacht werden soll, kann so eine direktdemokratische Kultur entstehen. Diese hat die Piratenpartei Rheinland-Pfalz im Rahmen ihrer ständigen dezentralen Mitgliederversammlung (SDMV) für ihre innerparteilichen politischen Entscheidungen bereits etabliert.

Rheinland-Pfalz soll dem Beispiel anderer Bundesländer folgen und den Gottesbezug aus der Landesverfassung streichen. Die Verwaltung religiöser Institutionen soll vollständig in deren eigene Hände gelegt werden. Staatliche Stellen sollen nicht mehr für Ein- und Austritte aus Religionsgemeinschaften zuständig sein und die staatlichen Finanzbehörden sollen nicht länger Kirchensteuern einziehen und verwalten. Kirchen und Religionsgemeinschaften können und sollen sich in eigener Verantwortung ohne Einbeziehung staatlicher Stellen selbst verwalten, so wie alle anderen gemeinwohlorientierten Verbände und Vereine auch. Der Landeshaushalt und diverse kommunale Haushalte sollen von teilweise jahrhundertalten Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Kirchen per Gesetz entlastet werden. Insgesamt verfolgt Degenhardt das Ziel, dass kein Mensch mehr wegen seiner religiösen oder nicht-religiösen Weltanschauung diskriminiert oder bevorzugt werden soll. Religion ist Privatsache und der Staat soll die Freiheitsrechte aller Menschen weltanschaulich neutral garantieren.

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